Da macht die CDU nicht mit!

Der Kreisjugendring Stormarn e.V. hatte geplant, eine Erstwähler-CD mit einem Wahlsong aufzunehmen. Diese CD sollte 5000-mal gepresst und an Schulen verteilt werden. Es wurden Parteien gebeten einen Vertreter unter 27 Jahren zu bestimmen, der an der Aufnahme teilnehmen sollte. Ich war der Vertreter der CDU. Am Freitag wurde mir der Text und eine Liste der Interpreten zugesandt. Am Montag, also heute sollte die Aufnahme stattfinden. Mir war bekannt, dass neben der CDU die SPD, die Grünen und die FDP an der Aufnahme teilnehmen sollten (also die im Kreistag vertretenen Parteien). Auf der Liste stand aber auch ein Vertreter der Partei: „Die Linke.“. Die Besetzung des „Songs“ kann ich nicht nachvollziehen, da die Linke eine Sonderstellung erhalten hat. Zur Wahl für den Kreistag treten auch die ÖDP und die NPD an. Beide dürfen sich nicht beteiligen. Klar ist, dass eine Teilnahme der NPD an der Aufnahme für mich auch ein Grund wäre nicht mitzuwirken. Auf der Fraktionssitzung der CDU vor dem Kreistag sprach ich kurz mit dem Fraktionsvorstand, da ich nicht bereit bin und bereit sein werde, in irgendeiner Art mit Radikalen zusammenzuarbeiten.

Am Samstag informierte ich mich dann über den von der Linken ausgewählten Sängern, und fand heraus, dass dieser junge Mann in der antikapitalistischen Linken aktiv ist. Eine der Aussagen, die man auf der Seite der antikapitalistischen Linken findet ist folgende: „„Eine andere Welt ist möglich!“ nicht nur einen abgefederten, sozialdemokratisierten Kapitalismus meint, sondern den radikalen Bruch mit den bestehenden Herrschaftsverhältnissen.“ (www.akl-sh.de).

Entscheidend für mich ist, dass die Linke eine Nachfolgepartei der SED ist, die populistisch für sich wirbt und wie man auch an dieser Aussage sieht, einen nicht zu unterschätzenden Anteil an Radikalen beinhaltet. Mit solchen Leuten gemeinsam einen Wahlsong aufzunehmen, der Passagen wie: „Extremisten können nix; und machen nur Zicken“ oder „Deine Wahl gegen radikal“ enthält, ist für mich ausgeschlossen. Damit würden sich Radikale scheinheilig gegen Radikalismus äußern. Am Wochenende habe ich den Kreisjugendring informiert, dass ich nicht teilnehmen werde. Inzwischen hat sich die FDP auch aus dem Projekt zurückgezogen. Ich bin gespannt was in den nächsten Tagen passiert. Anmerken möchte ich am Ende dieses Eintrages, dass der Kreisjugendring eine sehr gute Arbeit leistet. Viel freiwilliges Engagement und eine gute Truppe. Doch dieses Projekt kann und werde ich nicht unterstützen.

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